Stadtexperiment Taunusplatz in Langen

Über eine Umgestaltung des Taunusplatzes in Langen wird seit vielen Jahren diskutiert: Der nur provisorisch mit Fertigelementen geteilte Platz wirkt aktuell öde und abweisend, die großzügig bemessene Fahrbahn führt zu hohen Geschwindigkeiten im Kfz-Verkehr.

Im Auftrag der Stadt hat R+T im Sommer einen Vorschlag vorgelegt, wie der Verkehrsraum neu geordnet und Platz für mehr Aufenthaltsqualität gewonnen werden kann. Dieser Vorschlag soll im Rahmen eines „Stadtexperimentes“ in einer zweijährigen Testphase auf Alltagstauglichkeit geprüft werden. Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung in Langen nun grünes Licht gegeben, sodass der Taunusplatz noch vor dem Frühjahr umgestaltet werden kann.

Mehr Informationen dazu finden sich auf der städtischen Website.

Skizze Taunusplatz Langen
Handskizze mit geplanter Sichtachse der verschwenkten Gartenstraße

Beratungen zum schulischen Mobilitätsmanagement gehen in die nächste Runde

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Quelle: ivm GmbH

Zum Schuljahresstart beginnt R+T mit der Erarbeitung weiterer integrierter Schulmobilitätspläne im Main-Taunus-Kreis und der Stadt Rüsselsheim. Wir freuen uns auch weiterhin, die beiden Gebietskörperschaften bei der Förderung des schulischen Mobilitätsmanagements zu unterstützen.

Bereits seit 2018 hat R+T an 20 Schulen sogenannte Schulmobilitätspläne erarbeitet. Dabei waren verschiedene Schulformen Schulen (Grundschulen, weiterführende Schulen, Berufsschule) vertreten, in denen die verschiedensten Mobilitätsbedürfnisse abgebildet werden mussten. Auftraggeberin ist dabei die ivm GmbH, die mit dem Beratungs- und Qualifizierungsprogramm „Besser zur Schule“ des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement für das Land Hessen ein zentrales Angebot bietet. 

Pünktlich zu Schuljahresende wurden die beiden letzten fertiggestellten Schulmobilitätspläne im Rahmen des Netzwerktreffens „Besser zur Schule Rüsselsheim“ an die beteiligten Grundschulen übergeben.

Fuß- und Radverkehrskonzept für die Stadt Ludwigshafen

Im Auftrag der Stadt Ludwigshafen am Rhein erstellt die R+T Verkehrsplanung GmbH ein Fuß- und Radverkehrskonzept.

Schon im Februar hat die erste Arbeitsgruppensitzung stattgefunden und nun „läuft“ die Bestandsaufnahme des Fußverkehrsangebots im wahrsten Sinne des Wortes. Das gute Wetter nutzend, nehmen wir aktuell intensiv die Besonderheiten vor Ort auf. 

Aber wir sind in diesem Zusammenhang auch sehr an den Meinungen und Erfahrungen der Bevölkerung interessiert. Seit 19. April 2025 werden deswegen die Bürgerinnen und Bürger in einer Online-Befragung zum Fußverkehr in Ludwigshafen befragt. Wir sind gespannt, wie hoch die Resonanz sein wird und welche Erkenntnisse wir daraus gewinnen können.

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Online-Befragung zum Fußverkehr

Deutsche Plattform für Mobilitätsmanagement (DEPOMM)

Wir freuen uns, seit April 2025 Mitglied bei der Deutschen Plattform für Mobilitätsmanagement (DEPOMM) zu sein. Schon seit einiger Zeit wurden wir dort als beratendes Planungsbüro gelistet, nun sind wir auch offizielles Mitglied.

Die DEPOMM hat sich zum Ziel gesetzt, die nachhaltige und umweltverträgliche Mobilität in Deutschland zu fördern. Dies soll hauptsächlich durch die bundesweite Umsetzung von Mobilitätsmanagement gelingen. Ein weiteres Ziel ist die Bereitstellung von Informationen über die Möglichkeiten und Potenziale des Mobilitätsmanagements.

Wir sind gespannt, inwieweit wir mit unserem Wissen und Erfahrung, insbesondere im Kommunalen und Betrieblichen Mobilitätsmanagement, bei Erfüllung dieser Ziele innerhalb des Netzwerkes beitragen können.

Logo DePOMM

Deutscher Verkehrsplanungspreis 2024 für Konstanzer Verkehrskonzept

C-Konzept Konstanz

Das von R+T mitentwickelte Verkehrskonzept für Konstanz wurde mit dem Deutschen Verkehrsplanungspreis 2024 ausgezeichnet. Dieser stand 2024 unter dem Motto „Lebenswerte Straßenräume durch angepasste Geschwindigkeiten“. Neben Bielefeld wurde auch die Stadt Konstanz mit dem Preis bedacht, der alle zwei Jahre von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung (SRL) und dem ökologischen Verkehrsclub VCD ausgelobt und vom Deutschen Städtetag unterstützt wird.

Jurymitglied Thomas Mager vom VCD-Bundesvorstand betont die Stärken des Konstanzer Beitrags: Sie lägen in der Verbindung von mehreren städtebaulichen Maßnahmen, kombiniert mit der flächendeckenden Einführung von Tempo 30. „Vorbildlich ist der übergreifende Ansatz“, so Mager. „Konstanz schlägt die Brücke zur Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen und denkt langfristig. Der ruhende Verkehr soll weniger und der fließende langsamer werden. Am Ende könnte eine weitgehend autofreie Innenstadt stehen“.

Schon im Jahr 2014 begann R+T mit ersten Voruntersuchungen und Verkehrserhebungen. Es wurde ein Verkehrsmodell erstellt, verschiedene Verkehrsführungsvarianten bewertet und die Leistungsfähigkeit mithilfe von Mikrosimulationen untersucht. Da daraus hervorgegangene C-Konzept „ist richtungsweisend für die Verkehrsplanung in unserer Stadt“, findet der Konstanzer Bürgermeister Karl Langensteiner-Schönborn.

Nach Ansicht von SRL und VCD ist das Konzept auch richtungsweisend für die Verkehrsplanung in Deutschland, was durch die Auszeichnung deutlich wird. Wir gratulieren der Stadt Konstanz und freuen uns sehr über diese Anerkennung!

Verkehrsversuch „Temporäre Fußgängerzone“ Crailsheim gestartet

Der Verkehrsversuch „Temporäre Fußgängerzone“ in Crailsheim ist gestartet! Der zentrale Straßenzug „Karl- und Wilhelmstraße“ (B 290) ist täglich mit über 10.000 Kfz-Fahrten belastet. Er ist gleichzeitig Hauptverkehrs- wie auch Hauptgeschäftsstraße der Crailsheimer Innenstadt.

Um die Attraktivität der Innenstadt zu erhöhen, wurden seitens der Stadt Crailsheim bereits seit längerer Zeit Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung bzw. zur verträglicheren Abwicklung des Kfz-Verkehrs wie Einbahnstraßenregelungen, Straßennetzergänzungen, Ertüchtigung bestehender Kreuzungen, aber auch die Sperrung einzelner Straßenabschnitte diskutiert.

In diesem Zusammenhang wurden von R+T alternative Verkehrsführungskonzepte für die Crailsheimer Innenstadt untersucht und bewertet. Auf dieser Grundlage hat der Crailsheimer Gemeinderat im Oktober 2022 den Grundsatzbeschluss gefasst, den Straßenzug „Karl- und Wilhelmstraße“ versuchsweise als Fußgängerzone zu gestalten.

Crailsheim Verlehrsversuch
Konzeption der begleitenden Verkehrserhebungen

R+T begleitet den Verkehrsversuch „Temporäre Fußgängerzone“ fachlich, sowie in den politischen Gremien und Bürgerbeteiligungsveranstaltungen. Dies umfasst u.a. die detaillierte StVO-konforme Ausarbeitung der Verkehrskonzeption und begleitender Maßnahmen (z.B. Optimierung von Ampelschaltungen, Anpassung Parkleitsystem, Verkehrsberuhigung von Alternativstrecken für Schleichverkehr…), die Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde sowie die Bereitstellung einer Plattform für die Öffentlichkeitsbeteiligung und die Evaluation des Verkehrsversuchs.

Anfang April 2024 ist der Verkehrsversuch nun gestartet. Seitdem sorgen zahlreiche Bäume, Grünoasen, ein Wasserspiel, vielseitiges Mobiliar sowie Spielgeräte für mehr Aufenthaltsqualität in der verkehrsberuhigten Crailsheimer Innenstadt. Darüber hinaus werden zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten, ein Fahrradservicepunkt sowie eine Informationsstele angeboten. Als Rahmenprogramm finden auf eigens dafür vorgesehenen Aktionsflächen regelmäßig Veranstaltungen von Interessierten aus der Bürgerschaft und dem lokalen Einzelhandel statt.

1. Preis beim städtebaulichen Wettbewerb Maintal-Mitte

Gemeinsam mit Planquadrat Elfers Geskes Krämer hat R+T den hochkarätig besetzten städtebaulichen Realisierungswettbewerb Maintal-Mitte gewonnen.

Mobilitätskonzept städtebaulicher Wettbewerb Maintal-Mitte
Mobilitätskonzept städtebaulicher Wettbewerb Maintal-Mitte

Zur Entwicklung der ehemaligen Gewerbeflächen des rund 9 ha großen Areals „Maintal-Mitte“ im Stadtteil Dörnigheim wurde von der Stadt Maintal ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt. Gesetztes Ziel war es, ein urbanes Quartier mit unterschiedlichen Wohnformen und offenen ansprechenden Freiraumbereichen zu entwickeln. Dadurch soll ein lebendiges, generationsübergreifendes und sozial durchmischtes Wohnquartier entstehen. Hinsichtlich der verkehrlichen Erschließung war vor allem die Förderung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes gefragt, um das Aufkommen an motorisiertem Individualverkehr möglichst niedrig zu halten.

Teil des Entwurfes war ein innovatives Mobilitätskonzept, welches durch vielfältige Angebote an alternativen Verkehrsmitteln zum Pkw sowie durch eine attraktive Verknüpfung mit dem umliegenden Fuß- und Radwegenetz die Fortbewegung ohne eigenen Pkw – und somit ein autoarmes Quartier – ermöglicht.

Durch eine Ringerschließung um das Gebiet wird der Kfz-Verkehr am Rande des Plangebietes gebündelt und auf direktem Weg zu den einzelnen Quartiersgaragen geführt. Die Feinerschließung des Quartiers erfolgt durch verkehrsberuhigte Bereiche. Die Innenbereiche der einzelnen Baublöcke werden komplett vom Kfz-Verkehr freigehalten. Besucherparken und Kurzzeitparken ist ausschließlich an der Haupterschließung möglich. Im Quartier selbst wird das Ein- und Ausladen mit dem Pkw in gekennzeichneten Bereich, v.a. an den Hauptzugängen ermöglicht.

Vom Quartier aus werden mehrere Anschlüsse an den geplanten Radschnellweg südlich der Bahntrasse sowie an das bestehende Fußwegenetz geschaffen. Im Quartier selbst wird eine engmaschige Vernetzung an Rad- und Fußwegen vorgesehen.

In drei Quartiersgaragen soll jeweils ein Angebot an Carsharing, Bike-Sharing, Paketstationen und Lastenradverleih bereitgestellt werden. Zusätzlich werden dezentral im gesamten Plangebiet Bike-Sharing und Lastenradverleihe platziert. Für das wohnungsnahe Abstellen der Fahrräder sind zusätzliche Fahrradscheunen in den Wohnhöfen und Abstellplätze direkt an den Hauseingängen geplant. Neben einer Haltestelle direkt am Plangebiet, werden zwei weitere Haltestellen für Ruftaxis im Bereich der Quartiersgaragen vorgesehen. Die Mobility-Hubs und einige Kurzzeitparkplätze werden in hochwertiger Ausführung mit E-Ladestationen ausgestattet.

Das Ergebnis des eigereichten Entwurfs ist auf https://www.akh.de/baukultur/entwicklung-maintal-mitte-maintal einzusehen.

Pendler-Radroute zwischen Kaiserslautern und Landstuhl

Pendler-Radroute steht vor dem nächsten wichtigen Schritt – am 24. November wurde in Landstuhl die fertige Machbarkeitsstudie an Staatsekretär Andy Becht und die Projektpartner übergeben.

Herr Könighaus übergibt Machbarkeitsstudie für eine Pendler-Radroute
Herr Könighaus erklärt die Machbarkeitsstudie für eine Pendler-Radroute

Die Machbarkeitsstudie für eine Pendler-Radroute zwischen Kaiserslautern und Landstuhl wurde am 24. November 2023 im Rahmen einer Feierstunde an Staatsekretär Andy Becht und die Projektpartner übergeben. Radverkehrs-Fachgruppenleiter Lars Jolig vom Landesbetrieb Mobilität und Dominik Könighaus von der R+T Verkehrsplanung GmbH stellten das Projekt und die Ergebnisse vor.

Die Vorzugstrasse verläuft südlich der Bahntrasse hauptsächlich auf der Pariser Straße und der Kaiserstraße. Es sind Lösungs-Vorschläge für das Kleeblatt an der B270 und die Stellen in Kindsbach und Einsiedlerhof enthalten, die heute Radfahrende vor Herausforderungen stellen. Diese Vorschläge sollen detailliert in der nächsten Planungsphase konkretisiert werden. Somit steht nun der nächste wichtige Schritt an: Die Projektpartner müssen vereinbaren, dass sie auf Basis der Vorzugstrasse die nächsten Planungsphasen für die 16 km lange Verbindung angehen wollen.

Dabei ist zu beachten, dass dieser Beitrag zur Verkehrswende das Potenzial besitzt, jährlich 2,8 Mio. Pkw-Kilometer einzusparen und auf das Fahrrad zu verlagern.

Radverkehrskonzept für den Landkreis Südwestpfalz vom Kreisausschuss beschlossen

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In seiner 32. Sitzung beschloss der Kreisausschusses Südwestpfalz am 30.10.2023 das von R+T erarbeitete Radverkehrskonzept für den Landkreis Südwestpfalz.

Bei der Erarbeitung der Radrouten waren folgende Aspekte von hoher Wichtigkeit. So waren:

  • durchgehende Radverbindungen zu schaffen, die nicht an kommunalen Grenzen Halt machen,
  • die Anschlüsse an angrenzende Kreise und Städte zu berücksichtigen,
  • nahezu alle Siedlungen im Kreis an das Radroutennetz anzubinden sowie
  • Alltags- und touristische Ziele sicher mit dem Rad erreichen zu können

Die intensive Erarbeitung des Radverkehrskonzepts erfolgte in Zusammenarbeit mit den einzelnen Orts- und Verbandsgemeinden sowie durch die Einbindung von Bürgern und Büreginnen durch eine Online-Umfrage und Bürgerkonferenzen in allen Verbandsgemeinden. Zusätzlich wurde auch die Fachöffentlichkeit durch eine Lenkungsgruppe und eine Regionalkonferenz eingebunden.

Das nun vorgeschlagene finale Streckennetz hat eine Länge von rund 850 km und beinhaltet nahezu ebenso viele einzelne Maßnahmen. Diese reichen von der Änderung einzelner Verkehrszeichen über das Markieren von Schutzstreifen oder die Schaffung von sicheren Querungsstellen bis hin zur Trassierung komplett neuer Streckenabschnitte. Dabei sind die vorgeschlagenen Maßnahmen nach Dringlichkeit priorisiert und in einen Planungshorizont (kurzfristig, mittelfristig sowie langfristig) eingepasst.

R+T berät Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW)

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Quelle: ivm GmbH

R+T ist im Programm zum betrieblichen Mobilitätsmanagement „Besser zur Arbeit“ als Berater für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen tätig und hat im Juli 2023 einen passgenauen Mobilitätsplan für die Behörde erstellt.

Das Beratungsprogramm unterstützt Arbeitgeber bei der Entwicklung und Umsetzung eines individuell zugeschnittenen Mobilitätsplans durch fundierte Analysen (Standortanalyse, Wohnstandortanalyse, Beschäftigtenbefragung), individuelle Coachings und themenspezifische Workshops. Die Mobilitätspläne enthalten in der Regel Maßnahmen aus den Handlungsfeldern ÖV-Förderung, Rad- und Fußverkehrsförderung, Pkw-Nutzung, Dienstmobilität, Information/ Kommunikation/ Motivation/ Beratung und Organisation. Ziel ist eine nachhaltige Mobilität von Beschäftigten, Kunden und Besucher:innen zu unterstützen sowie grundsätzlich eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche Mobilität in der Region zu fördern.

Die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain) bietet mit dem Programm „Besser zur Arbeit“ (vormals „südhessen effizient mobil“) seit 2010 öffentlichen Arbeitgebern und Unternehmen Unterstützung und Beratung bei der Erarbeitung passgenauer Mobilitätspläne an. Das Programm wird gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV) umgesetzt.

https://effizient.ivm-rheinmain.de/