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Lindau beschließt zweiten Nahverkehrsplan

Wappen Lindau

Der Stadtrat Lindau hat in seiner Sitzung am 26.10.2016 den zweiten Nahverkehrsplan (NVP) einstimmig beschlossen.

Der zweite Nahverkehrsplan der Stadt Lindau wurde entsprechend des Leitfadens zur Nahverkehrsplanung in Bayern aufgestellt.

In einer internen Arbeitsgruppe arbeiteten Vertreter aus der Stadtverwaltung, der SVL (Stadtverkehrs Lindau GmbH) und des Landkreises Lindau mit. Die Bürger, die Interessenvertreter sowie der zuständige Ausschuss des Stadtrats hatten Gelegenheit, im Rahmen dreier Sitzungen des Nahverkehrsforums den Projektprozess zu begleiten.

Für die Analyse des bestehenden ÖPNV-Angebotes wurde das im Rahmen des KLiMo erstellte Verkehrsmodell um die ÖPNV-Nachfrage erweitert und geeicht. Hierzu konnte teilweise auf bereits vorhandene Daten zurückgegriffen werden. Darüber hinaus wurden weitergehende Bestandsaufnahmen und eine Fahrgastbefragung durchgeführt. Die Fahrgastbefragung gab insbesondere Aufschluss über die Umsteigebeziehungen am Zentralen Umsteigepunkt ZUP.

Stadtmitte Kaiserslautern wird erneuert

Wappen Kaiserslautern

Im März 2015 hat in der Stadtmitte Kaiserslautern das neue Einkaufszentrum „K in Lautern“ eröffnet. Es grenzt direkt an die Fußgängerzone an. Das Grundstück war bisher auf beiden Seiten von hochbelasteten Straßen im Einrichtungsverkehr umgeben. Um diese Insellage aufzuheben, wurde der Kfz-Verkehr auf der Nordseite im Gegenverkehr gebündelt. Auf der Südseite konnte ein Aufenthaltsbereich mit einer „Umweltspur“ für den Fuß-, Rad- und Öffentlichen Verkehr geschaffen werden. Die Barriere zwischen dem Einkaufszentrum und der Fußgängerzone ist beseitigt. Die Umwandlung der autogerechten Innenstadt in eine attraktive Stadtmitte soll in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

R+T konnte mit Hilfe eines Verkehrsmodells zeigen, dass durch die Aufhebung des Einbahnstraßenrings der Kfz-Verkehr im Stadtzentrum von 40.000 auf 25.000 Kfz/Tag reduziert wird, indem Umwege entfallen. Die Orientierung wird wesentlich erleichtert. R+T hat die neuen Straßenräume entworfen und die verkehrstechnische Machbarkeit durch ein mikroskopisches Simulationsmodell nachgewiesen. 

Weitere Informationen finden Sie in der Bauwelt 24.14 („Vom Umbau autogerechter Städte – ein Beitrag zur Baukultur“) und auf der Homepage der Stadt Kaiserslautern unter diesem Link.

Pforzheim gestaltet Zerrennerstraße zum Stadtboulevard um

Die Stadt Pforzheim beabsichtigt, die vom Kfz-Verkehr dominierte Zerrennerstraße, die heute die Innenstadt durchschneidet, zu einem Stadtboulevard umzugestalten. Hierfür sollen die Kfz-Verkehrsflächen stark reduziert, großzügige Fuß- und Radverkehrsflächen geschaffen und die Gestaltungsqualität deutlich verbessert werden. Die Trennwirkung der Straße wird dadurch erheblich gemindert, Fuß-, Rad und Öffentlicher Verkehr werden gefördert und ein Straßenraum hoher Aufenthaltsqualität entsteht. Sofortmaßnahmen wurden im Herbst 2014 bereits umgesetzt.

R+T ermittelte mithilfe eines Verkehrsmodells die zu erwartenden Verkehrsverlagerungen ins umgebende Straßennetz. Die verkehrstechnische Machbarkeit wurde durch ein mikroskopisches Simulationsmodell nachgewiesen. Optimierungen am Innenstadtring wurden entwickelt. Anschließend hat R+T die Vorplanung zur Umgestaltung der ca. 700m langen Zerrennerstraße und die Entwurfsplanung für die Sofortmaßnahmen erstellt. Für die Öffentlichkeitsarbeit wurde die Gestaltung des Straßenraums mit den Sofortmaßnahmen in Zusammenarbeit mit pixellab.GmbH fotorealistisch visualisiert.

Die Informationsbroschüre der Stadt zu den Sofortmaßnahmen können Sie hier herunterladen.